Das Internet wird gerne - wie alle anderen "neuen Medien" auch - als Informations- Medium angesehen. Information aber wird immer noch durch Schrift vermittelt.

Schrift auf dem Bildschirm ist mal gut, mal weniger gut zu lesen.

Am Bildschirm wird Schrift aus schwarzen Pixeln
zusammengesetzt. Daher hat die Darstellung nur wenig
mit der wahren Form einer Schrift zu tun, wie sie
etwa im Ausdruck erscheint. Erst wenige Betriebs-
systeme ermöglichen eine echte PostScript-Darstellung
auch am Bildschirm (MAC OS X, BeOS, Next).

Die klassischen Schriften (Helvetica, Times, Palatino, Arial) sind für Monitore durchwegs wenig geeignet. Apple Computer hat das zuerst erkannt und zwei hervorragend lesbare Schriften entwickelt, die speziell für die Anwendung am Bildschirm geeignet sind - Geneva und Chicago. Auch Microsofts Verdana ist gut lesbar, läuft aber deutlich breiter.

Nicht jeder Benutzer hat dieselben Schriften installiert. Gewöhnlich kommen am Bildschirm nur zwei Schriftarten zur Anwendung: zum einen die Antiqua Times - sie ist auch die Standard- Schrift fast aller Programme; und zum anderen eine Serifenlose - je nach Betriebssystem ist das eine Geneva, Chicago (Macintosh), Arial, Helvetica (Windows 3.x bis 95), Sans (Unix), Verdana (Windows 98/2000), ... Dazu kommt oft noch für besondere Zwecke eine "Schreibmaschinen- Schrift".

Schriften mit variabler
Buchstabenbreite
Lesbar-
keit
Serifenlose ++
. ++
. +
. -
. ++
.
Antiquas --
.. +
.. --
.. --
.
Schriften mit fester
Buchstabenbreite
.
. -
. --
Die Schriftdarstellung im Internet ist weitgehend benutzerabhängig. Ausser den unterschiedlichen Betriebssystemen mit verschiedenen Systemschriften beeinflussen auch die benutzerdefinierten Programmeinstellungen das Aussehen einer Webseite. Ist die Schriftdarstellung im Browser zu klein eingestellt, werden manche Texte unleserlich. Ist sie zu gross, dann gerät das Seitenlayout durcheinander.

Die verschiedenen Betriebssysteme
und Browser zeigen die gleiche
Schriftgrösse jeweils anders an.

HTML-Programmierung bietet zwar die
Möglichkeit, definierte Formatvorlagen
vorzugeben, dies garantiert aber nicht,
dass jeder Benutzer die definierten
Schriften auf seinem Rechner auch
installiert hat.

In wichtigen Fällen bleibt als Ausweg nur, Schrift als Grafik darzustellen. Auf diese Weise können Überschriften und ähnliches gemäss den Vorgaben einer Corporate Identity gestaltet werden. Die Seite braucht dann zwar längere Ladezeiten, dafür erreicht man aber ein festgefügtes Erscheinungsbild.